WinOops XP Professional

Über Christin

Willkommen

Du bist auf der Webseite von Christin Löhner gelandet, verpackt in ein Betriebssystem, das es nie gab. WinOops erzählt dir, wie professionell es ist. Die Fehlermeldungen erzählen etwas anderes.

Hinter der Verpackung stecken mein Lebenslauf, meine Geschichte, meine Projekte, meine Bücher und eine klare Haltung zur Frage, wem deine Daten gehören. Die Reiter oben führen durch alles. Wer mehr als das Wichtigste sucht, findet es unter „Meine Geschichte“.

Wer ich bin

Ich bin Christin Löhner, 1972 in Berlin-Schöneberg geboren, in Wilhelmsdorf in Baden-Württemberg aufgewachsen und lebe heute in Sulz am Neckar. Ich bin Frau, Ehefrau, Tochter, Mutter, Informatikerin, Webentwicklerin, Linux-Administratorin, Autorin, Aktivistin, Beraterin, Bastlerin und Makerin.

Seit 1998 nutze ich Linux. Ich baue und administriere seit mehr als 25 Jahren Dinge im Netz, heute hauptberuflich als Senior Fullstack Webdeveloperin und Infrastructure Engineer und nebenbei mit meinem kleinen Unternehmen chrislo.de. Ich habe nicht Informatik studiert. Ich habe mir alles selbst beigebracht, angefangen mit dem Commodore 64.

Ich bin eine trans* Frau. Das wusste ich als Kind, ohne ein Wort dafür zu haben, und ich habe mir erst 2015 erlaubt, danach zu leben. Seitdem spreche ich offen darüber, weil Sichtbarkeit für andere etwas ändern kann.

Ich bin leidenschaftlich, stur, emotional und wahrscheinlich auch ganz schön anstrengend. Ich will oft zu viele Dinge gleichzeitig. Wenn es etwas, das ich brauche, nicht gibt, baue ich es mir selbst. Ich mag keine Blackboxes, weder in Computern noch im Leben.

Was ich mache

Hauptberuflich betreue ich als Infrastructure Engineer viele Dutzend Linux-Server für unterschiedliche Kund*innen, mit Docker, Traefik, GitLab CI/CD und Ansible. Dazu kommt Webentwicklung mit PHP, Laravel und TYPO3.

Mit meinem Studio für freie Technik (chrislo.de) helfe ich als Teilselbstständige Menschen in und um Sulz am Neckar, die Kontrolle über ihre Technik zu behalten oder zurückzugewinnen: IT-Sicherheit, Server-Aufbau und Self-Hosting, Umstieg von Windows zu Linux, lokale KI ohne Cloud-Anbindung und Smart Home auf eigener Hardware. Ein eigenes Angebot gibt es für Vereine und Parteigliederungen.

In meiner Freizeit entwickle ich FediSuite, eine Open-Source-Plattform für das Fediverse. ActivitySIEM und CrawlVerity sind Entwicklungsprojekte, die noch nicht öffentlich sind. Ich betreibe die Mastodon-Instanz lsbt.me, schreibe Bücher, baue Sensoren und Gehäuse für mein Zuhause und halte seit Jahren Vorträge über das, was ich erlebt habe.

Beruflicher Hintergrund

Ich bin Quereinsteigerin im besten Sinn: Meine Ausbildung war eine andere, die IT kam aus Neugier, durch Linux und durch die Menschen in den Communities dazu. Die wichtigste Entwicklung dabei begann in Berlin.

Werdegang

  • 1994 bis 1996: Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, Abschluss vor der IHK. Ich durfte ein Lehrjahr überspringen und war stolz auf den Abschluss, nach allem, was davor lag.
  • 1996 bis 2007: Leben in Berlin, zuerst als Verkäuferin für Fernseher und Hifi-Geräte, später in wechselnden Anstellungen und Phasen ohne Arbeit. In dieser Zeit lernte ich Linux, PHP und die Programmierung kennen.
  • 1998: Beginn von Webentwicklung und Serveradministration, erst als Hobby. 2000 veröffentlichte ich das Forensystem APBoard.
  • 2001 bis etwa 2006: Teil von Gentoo und der Gentoo-Community.
  • 2007: Rückkehr nach Süddeutschland. Bis 2019 war ich im Kulturverein Wilhelmsdorf für Musik und Technik zuständig: Künstler engagieren, Ton, Licht und die Elektrik im Theaterhaus.
  • 2008 bis 2012: Kundensupport bei einem Anbieter von Alumni-Portalen für Hochschulen in München. Ab 2012 Webentwicklerin im Team eines Onlinehandels in Berlin.
  • 2011 bis 2018: Übernahme, Neubau und Betrieb des Linux Counter Project, das seit 1993 existierte.
  • 2015 bis 2022: Head of IT und Webentwicklung bei der Akademie für Sport und Gesundheit in Radolfzell.
  • 2022 bis 2024: Dozentin für Pflegeausbildung an zwei Kliniken im Schwarzwald, zu LGBT-Themen und zum Umgang mit transgeschlechtlichen Menschen.
  • Seit Oktober 2022: Senior Fullstack Webdeveloperin und Infrastructure Engineer.
  • Seit 2026: Teilselbstständig mit dem Studio für freie Technik (chrislo.de).

Womit ich arbeite

Linux (Debian, Ubuntu, Arch, Fedora), Docker, Nginx, Apache, Traefik, PHP von Version 3 bis 8, Node.js, TypeScript, HTML, CSS und JavaScript, MySQL, PostgreSQL und Redis, Git, GitLab und CI/CD. Dazu Laravel, Symfony, TYPO3, Contao, WordPress und Astro. Zuhause kommen Mikrocontroller dazu: Raspberry Pi, Arduino, ESP8266 und ESP32.

Meine ersten Linux-Distributionen waren SuSE und Red Hat. Später folgten Fedora, Debian, Gentoo, Arch Linux und Linux From Scratch. Privat nutze ich seit mehr als 20 Jahren ausschließlich Linux, auf meinem eigenen Rechner heute CachyOS.

Politik und Ehrenamt

Menschenwürde, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und der Widerstand gegen Diskriminierung sind für mich keine abstrakten politischen Begriffe. Mein parteipolitisches Engagement hat sich verändert, meine Überzeugungen nicht. Die folgenden Stationen sind historisch, nicht alle sind noch aktiv.

Politik

  • 2018: Erste Vorsitzende des Christopher Street Day Konstanz e.V.
  • 2019: Landesvorsitzende Baden-Württemberg der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz.
  • Oktober 2019 bis Februar 2020: Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl in Konstanz. Ich zog mich zurück, als Luigi Pantisano antrat, weil wir ein ähnliches Programm hatten und ich ihm keine Stimmen wegnehmen wollte.
  • 2020: Eintritt in die Partei mut. Von Oktober 2021 bis Februar 2025 war ich Mitglied im Bundesvorstand, frauen- und queerpolitische Sprecherin, mit Schwerpunkt auf Frauen- und Queerpolitik und technischen Themen.
  • Februar 2025: Austritt aus mut, Eintritt in DIE LINKE.

Ehrenamt und Selbsthilfe

  • 1992 bis 1996: Rettungsdienst und Ersthelferin beim Deutschen Roten Kreuz.
  • 2007 bis 2019: Musik und Technik im Kulturverein Wilhelmsdorf e.V.
  • 2016: Gründung der Trans*-Selbsthilfegruppe Hegau in Radolfzell. Das erste Treffen war im Oktober 2016, bis 2019 kamen knapp 70 Mitglieder aus dem Südwesten dazu.
  • 2019: Krankentransportfahrerin beim Deutschen Hilfsdienst Singen.
  • 2020: Ausbau der Selbsthilfegruppe zur bundesweiten Organisation VDGE e.V., der Vereinigung von Menschen mit Variante der Geschlechtsentwicklung.
  • 2026: Auflösung und Löschung des VDGE e.V.

Bildungsarbeit

Meinen ersten Vortrag hielt ich am 20. November 2017, dem Transgender Gedenktag, an der Universität Konstanz vor rund 50 Menschen. Danach kamen Vorträge und Seminare an Schulen, Universitäten, Kliniken und sozialen Einrichtungen. Außerdem beriet ich viele transgeschlechtliche Menschen und ihre Angehörigen zu Passing, Rechtslage, Transsexuellengesetz und Operationen. Wenn ein Mensch aufgrund dieses Wissens später respektvoller behandelt wird, hat sich die Arbeit gelohnt.

Auf dem CSD Konstanz stand ich im Juli 2017 vor etwa 7.000 Menschen auf der Bühne und diskutierte mit Politiker*innen über die Reform des Transsexuellengesetzes. 2019 führte ich gemeinsam mit meiner Frau und Tessa Ganserer den ersten Trans Pride in Stuttgart an.

Presse und Medien

Ich nutze Sichtbarkeit bewusst als politisches Statement. Eine Auswahl von Medienauftritten, mit Monat und Jahr, so genau wie ich sie belegen kann:

  • Juni 2018, Südkurier: ganzseitiges Porträt über meinen Weg.
  • Oktober 2018, SWR Aktuell: Bericht über unsere Hochzeit.
  • Juli 2018, Regio TV: „Nennt mich Christin“, eine zweiteilige Dokumentation über mein Leben.
  • Juni 2019, ORF: Barbara Karlich Show, zu Gast mit meiner Frau Michelle zum Thema „Ehe für alle“. Aufgezeichnet wurde die Sendung am 5. März 2019 in Wien.
  • Juni 2022, VOX: „Ungewöhnliche Paare“, eine Dokumentation über Michelle und mich.
  • Februar 2023, Sat.1: „Britt, der Talk“. Ich war nur unter der Bedingung dabei, dass es um reine Aufklärung geht.
  • Dezember 2023, Neckar-Chronik: „Lieber eine glückliche Tochter als ein toter Sohn“.

Davor lagen kleinere Beiträge: ein Fernsehbericht im März 2018, ein Interview zum Weltfrauentag im Schwarzwälder Boten und Berichte über Veranstaltungen der Selbsthilfegruppe.

Hobbys und Maker-Kram

Technik ist für mich Beruf, Hobby, Spielplatz und manchmal auch Rückzugsort zugleich. Ich habe als Kind auf dem Commodore 64 angefangen, später kamen Amiga, Atari und die ersten PCs.

  • Musik: Geige ab vier, Klavier ab sechs, im Orchester häufig als Erste Geige bis ich 17 war. Später brachte ich mir Gitarre, E-Bass und Schlagzeug bei. Heute höre ich vor allem Hard Rock.
  • Sport: Leichtathletik, vor allem Hochsprung, mit einem zweiten Platz bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften. Dazu Schwimmen, bis heute, und Tanzen (Standard und Latein).
  • Raspberry Pi und Mikrocontroller seit 2015, später ESP8266 und ESP32.
  • 3D-Druck seit 2017. 2022 habe ich einen Wall-E aus dem 3D-Drucker nachgebaut, mit Raspberry Pi, Arduino und sieben Servomotoren. Die Bauteile habe ich in Blender entworfen.
  • CNC-Fräsen seit 2020, gemeinsam mit meiner Frau, mit Schrittmotoren und eigener Steuerung.
  • Smart Home seit 2024: Home Assistant, selbst gebaute ESPHome-Sensoren und ein eigenes Blog dazu.
  • KI: Ich arbeite mit großen Sprachmodellen, mit Automatisierung, KI-Agenten und lokalen Modellen wie Llama über Ollama und n8n-Workflows. Ich nutze sie als Werkzeug und weiß, wo ihre Grenzen liegen.

Meine Werte

Am meisten treibt mich die Überzeugung an, dass Technik den Menschen gehören sollte, die sie nutzen, und nicht Konzernen. Open Source, Self-Hosting und digitale Unabhängigkeit sind für mich Fragen der Selbstbestimmung, keine Technikentscheidungen. Linux war für mich von Anfang an mehr als ein Betriebssystem.

Ich habe Facebook, Instagram, X und WhatsApp verlassen. Statt dieser Plattformen nutze ich das Fediverse: Mastodon, Pixelfed, PeerTube und Friendica, dezentral, werbefrei und im Besitz ihrer Nutzer*innen. Meine Mails liegen bei mailbox.org, meine Dateien bei Nextcloud, meine Passwörter in Vaultwarden, mein Smartphone ist ein Fairphone, mein Smart Home läuft lokal, und meine Server stehen bei europäischen Anbietern.

Ich rate niemandem zu einem Alles-oder-nichts-Umstieg. Es gibt keinen perfekten Einstieg in digitale Unabhängigkeit, nur den nächsten Schritt. Auf diesen Seiten und in meinen Projekten gibt es deshalb keine Tracker, keine Werbung und keine Drittanbieter-Schriften.

Die zweite Linie meiner Haltung ist politisch: Ich bin Feministin und Aktivistin für die Rechte von trans* und queeren Menschen, politisch links und antifaschistisch. Trans* ist für mich eine Normvariante der Natur und keine Krankheit.

Projekte

Im Project Manager stehen alle Projekte mit Funktionen, Technik, Lizenz und Links. Eine Übersicht in Stichworten:

  • FediSuite: Open-Source-Plattform zum Planen, Veröffentlichen und Auswerten für das Fediverse, mit Web-App und Android-App.
  • ActivitySIEM: Sicherheitsüberwachung für Fediverse-Server. Entwicklungsstand, nicht öffentlich.
  • CrawlVerity: Audit-Engine für Webseiten. Entwicklungsstand, nicht öffentlich.
  • lsbt.me und lsbt.chat: meine Mastodon-Instanz und mein Matrix-Server für die LGBTQ+-Community.
  • APBoard: das PHP-Forensystem von 2000, seit 2023 komplett neu gebaut.
  • Secure Your Server: kostenloser Sicherheitsscanner für Domains und Postfächer.
  • Digitaler Autarkie-Score: Selbsttest zur Unabhängigkeit von US-Konzernen.
  • chrislo.de: mein Studio für freie Technik mit Blog.
  • Smart Home und mysmartlab.de: mein Zuhause auf Home Assistant und das Blog dazu.
  • Linux Counter Project: das Projekt, das ich von 2011 bis 2018 betrieben habe.
  • Maker-Projekte: 3D-Druck, CNC, Wall-E und Mikrocontroller.

Veröffentlichungen

Ich habe vier Bücher geschrieben, alle bei Books on Demand erschienen. Meine Autobiografie „trans(*)parent“ kam 2019 heraus und erschien im Juli 2025 vollständig überarbeitet in zweiter Auflage, mit einem neuen Kapitel über die Jahre danach. „Von Windows zu Linux in 12 Kapiteln“ ist das Buch, das ich 1998 gebraucht hätte. „Herz über Kopf“ ist ein Ratgeber über Selbstliebe, „Besser Mensch Sein“ ein Buch über Solidarität und Verantwortung.

Kontakt

Am schnellsten erreichst du mich per E-Mail, ob Presseanfrage, Feedback zu einem Buch oder einfach ein Hallo. Es gibt kein Kontaktformular, und es werden keine Nachrichten auf dieser Seite gespeichert.

  • E-Mail: info@christin-loehner.de, für Anfragen zu meinen Dienstleistungen hallo@chrislo.de
  • Fediverse: @christin@lsbt.me
  • Matrix: @christin:lsbt.chat

Im WinOops-Desktop öffnen