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Entscheidungen und Veränderungen

Mein Leben ist keine gerade Linie. Es gab Entscheidungen, die mich fast umgebracht hätten, und solche, die mich gerettet haben.

Weggehen

Mit 18 verließ ich heimlich mein Elternhaus und ging nach Ulm. Ich lebte zeitweise auf der Straße, kam in die Sucht und hatte kaum noch Lebenswillen. In dieser Zeit entstanden Beziehungen, die zerbrachen, darunter eine erste, sehr kurze Ehe. Es gab Momente, in denen ich nicht mehr leben wollte, und es gab Suizidversuche. Auf der Straße habe ich auch Akzeptanz erfahren, die ich in der Schule nie hatte.

Im August 1993 beschloss ich, aufzuhören. Ich machte einen kalten Entzug, zwei Freundinnen versteckten mich dafür zwei Wochen. Ein Heim im Donautal gab mir ein Zimmer und damit eine Meldeadresse, ein Elektrofachhandel nahm mich als Praktikantin und danach als Auszubildende. Im Sommer 1996 bestand ich die Prüfung vor der IHK. Ich war wahnsinnig stolz darauf und bin es noch.

Berlin, zurück und wieder weg

Im September 1996 trampte ich nach Berlin zu meinem leiblichen Vater. Ich blieb zehneinhalb Jahre. Dort entdeckte ich Linux und PHP, schrieb APBoard und erlebte, wie es sich anfühlt, in einer Familie sofort zu Hause zu sein. Im Frühjahr 2007 zog ich zurück nach Süddeutschland, in eine Kellerwohnung in Esenhausen bei Wilhelmsdorf. Von dort ging es für den Beruf nach Kaufbeuren und München, 2012 zurück nach Berlin, und am 1. April 2014 zog ich mit meiner damaligen Familie an den Bodensee, nach Bodman-Ludwigshafen.

2012 heiratete ich, im Januar 2013 kam mein Sohn zur Welt. Ich übernahm Kinderbetreuung und Haushalt und arbeitete in Vollzeit. Die Ehe wurde 2018 geschieden. 2018 zog ich mit Michelle nach Stockach und 2023 nach Sulz am Neckar, in die Nähe meiner leiblichen Mutter.

Dinge, die ich anders gemacht hätte

Ich habe Fehler gemacht. Den Vorsitz im CSD Konstanz habe ich 2018 übernommen, ohne dass wir wussten, worauf wir uns einließen. Es gab anschließend Ärger bis hin zu Anschuldigungen, die glimpflich ausgingen, und ich habe daraus gelernt. Ich habe in Beziehungen Menschen verletzt und mich selbst zu lange an Dinge gehängt, die mir nicht guttaten.

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